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Kukeri eine Tradition in Bulgarien

Auf dem Territorium des heutigen Bulgarien haben vor langer Zeit verschiedene Völker gelebt: Slawen, Thraker, Griechen.

Der Besucher kann die Spuren ihrer Kulturen und ihrer Sprachen noch heute überall finden. Viele bulgarische Traditionen gehen auf diese alten Völker zurück. Zum Beispiel die Kukeri.

Was ist das?
Kuker nennt man die Männer, die an Kukeri-Tagen durch die Straßen der Städte und Dörfer tanzen. Jeder der Kuker trägt eine Maske. Dies Masken sehen ziemlich schauderhaft aus. Keine Maske gleicht der anderen. Und zwischen den Kukern gibt es einen richtigen Wettstreit darum, wessen Maske am phantasievollsten und verrücktesten ist. Eine Kuker-Maske anzufertigen erfordert viel Können und Geduld. Es dauert schon einige Wochen , bis solch eine Maske fertig ist. Kuker- Masken werden aus Leder hergestellt und mit Fellen oder Federn , bunten Glasperlen und Wollfäden geschmückt.

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Masken in allen Spielarten. Besonders kunstvoll sind Masken aus Federn. Viele Masken bestehen aus Fell. Alle Werkstoffe werden verarbeitet. Unter jeder Maske verbirgt sich ein Mensch. Alle Masken zeugen von viel Arbeit.

Überall Glocken

Jeder Kuker trägt außerdem Glocken am Körper- solche , wie man sie in Bulgarien Schafen und Ziegen umhängt. Wenn die Kuker tanzen und springen, machen die Glocken einen ohrenbetäubenden Lärm, so als ob eine Unmenge von Tellern und Tassen auf dem Boden zerspringen würde.

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Alle haben Glocken um. Ohne Glocken geht es bei der Kukeri nicht. Viele Glocken machen viel Lärm. Die Glocken hört man meilenweit. Es ist anstrengend. Um Nachwuchs wird sich gekümmert.

Kukeri findet überall in Bulgarien statt, besonders aber in Pernik und Yambol.

Der Tag der Kukeri ist der erste Tag in der Woche des Todors. In dieser Woche wurden die Hunde symbolisch gehängt. Die alten Bulgaren glaubten, dass sie sich durch das Ritual vor der Tollwut schützen. Ab dem Tag der Kukeri, war es in Süd- und Ostbulgarien erlaubt Kukerispiele auszutragen. Die verkleideten Männer gingen in alle Häuser und brachten somit Gesundheit und Wohlergehen in die Familien. Die Gastgeber beschenkten die Kukeri, bevor alle zum Dorfplatz aufbrachen. Dort begannen die Kukeri symbolisch das Feld umzugraben und zu säen. Die Kukeri hatten auch eine Braut( natürlich einen Mann) . Er hatte zum Schluss zu sagen:
„Hört alle her. Dort , wo die Kukeri spielen, sollen alle gesund bleiben und viel ernten. Je mehr Bienen es gibt, um so mehr Kinder sollen auf die Welt kommen. Das Böse soll auf immer und ewig verschwinden. Das Gute soll die Welt regieren.“

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Verkleidung ist alles. Eine lautstarkes Spektakel. Ein Gaudi für alle. Die Ansprache ist der Höhepunkt. Pflügen ist eine wichtige Tätigkeit. Und es wird gesäet.

Aus jenen Zeiten ist eine alte Legende überliefert worden:

„ Mein Großvater erzählte mir, dass die Heimat der Bulgaren früher ein Paradies auf Erden war. Die Erde war reich an allerlei Früchte und alle lebten glücklich miteinander. Die Bulgaren hatten einen weisen und guten Herrscher , dessen Name Dobrodor war. Dobrodor achtete die Herrscher der Nachbarreiche und er genoss großes Ansehen. Deshalb lebten alle glücklich miteinander. Die Tochter des nördlichen Herrschers Slijana wurde aber böse auf ihn, weil er ihr nicht den Hof gemacht hat und eine andere liebt. Slijana verzauberte alle Männer in Dobrodors Königreich, sobald sie säen gehen, sollen sie ihren Kopf verlieren. Auf einmal starben viele Männer in Dobrodors Königreich und niemand wusste, was zu tun sei. Selbst der Herrscher war ahnungslos und wurde krank vor Trauer. Sein alter Vater überlegte lange, wie er seinem Sohn helfen könnte. Er versammelt alle Männer und befahl ihnen, das Fell aller verstorbenen Tiere abzuziehen, daraus Masken zu basteln, sich in Frauenkleider zu kleiden, sich Glocken umzubinden und so verkleidet aufs Feld zu gehen und zu säen.
Gesagt- getan.
Die Zauberin verlor ihre Macht. Von da an feierte man diesen Tag als großes Fest.

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Mit dem Aufmarsch beginnt es. Wieder sind es die Glocken, die alles umrahmen. Der Auflauf ist groß. Musik begleitet den ganzen Auftritt. Die Hochzeit ist der Höhepunkt. Gesegnet wird nicht nur das junge Paar.

Unsere Eindrücke aus Yambol 2007.

In Yambol fand ein Kukeri-Festival statt. in klirrender Kälte hielten Zuschauer wie Akteure stundenlang aus. Die Stimmung war auch diverser Fläschchen wegen immer gut. Alle ließen sich gern fotografieren. Ein wahres Eldorado für Fotoamateure und-profis. Es gab aber auch unendlich viele Motive. Zwischen durch konnte man sich in den umliegenden Restaurants und Cafes aufwärmen. Es war ein toller Tag.


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Viele waren als Frau verkleidet. Die Freude war allen ins Gesicht geschrieben. Alle waren fröhlich. Alt und jung ließen sich gern fotografieren. Jeder hatte Spaß. Ein besonderes Teufelchen,


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