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Rosen in Kasanlak

Es gibt sie noch die Rosenfelder von Kasanlak.

Rosenfelder während der Ernte

Die aus Indien stammende Ölrose (Rosa Damascena Millf trigintipetalct) ist über Persien, Syrien und die Türkei nach Bulgarien ge bracht worden. In den Talkesseln zwischen dem Balkan und dem Mittelgebirge hat sie ihre zweite Heimat gefunden. Das bei Kasanlak liegende Tal wurde daher Rosental genannt. Am 21. Mai 1837 äußerte sich der preußische Generalfeldmarschall Helmut Graf von Moltke begeistert, Kasanlak sei das europäische Kaschmir, das türkische Rosenland.
Die Rosenernte dauert rund einen Monat lang (vom 20. Mai bis 20. Juni), hängt aber von den Witterungsbedingungen im Frühjahr ab. Die Rosen pflückt man frühmorgens von 5 bis 9 oder 10 Uhr. Die Wasserdampfdestillation ist die Technologie, die der Erzeugung des berühmten bulgarischen Rosenöls zugrunde liegt.
Nach dem herkömmlichen Verfahren benötigt man zur Beschickung eines Kessels 15 kg Blüten und 60 1 reines Wasser. Der Prozess ist sehr arbeitsaufwendig: 1 kg Rosenöl gewinnt man aus 3000 kg Blüten und 1 g Rosenöl aus 1000 Blüten. Sein Preis auf dem internationalen Markt beträgt ca. 4000 US $ pro Kilo.
Das bulgarische Rosenöl ist von höchster Qualität und hat praktisch keine Konkurrenz im Weltmaßstab. Alle weltbekannten Firmen, die Parfüme erzeugen, verwenden es in ihren Rezepturen wegen zwei seiner Haupteigenschaften: Es verleiht den Parfümen große Beständigkeit und ein besonderes, angenehmes Aroma. Es war schon 1720 eine für die sich entwickelnde europäische Parfümerie unersetzliche Komponente und wurde über Konstantinopel zu Wasser nach Marseille,' London und New York sowie über Bukarest mit Pferdekarawanen nach Wien, Paris und Berlin ausgeführt. 1820 gründete Dontscho Papasow aus Kasanlak das erste bulgarische Rosenöl-Handelshaus, dessen Tätigkeit von seinen Söhnen Dimitar und Botjo ausgebaut wurde. Danach entstanden die Rosenöl Handelshäuser von Kantscho Schipkow (1840), Christo Christow (1863) und Petko Orosow (1864).
Das bulgarische Rosenöl gewann bei den Weltausstellungen in Wien (1873), Paris (1875), Philadelphia (1876), Chicago (1893) u.a. goldene Medaillen.


Rosenblüten Ein Rosenfeld Das Insitut für Rosen Die Ölrose Träume fliegen Ein Weichzeichner im Einsatz

Das Rosen-Museum

1967 wurde eine museale Exposition über die Ölrose von Kasanlak eröffnet, die 1969 in das einzigartige Museum der Rose umgewandelt wurde. Mannigfaltige Gegenstände. Fotos und Dokumente zeigen die 330jährige Geschichte der bulgarischen Rosenölproduktion. Ausgestellt sind echte Kessel zur Gewinnung von Rosenöl, Gefäße und Flaschen für dessen Lagerung und Export, Geräte zur Scheidung des Rosenöls vom Rosenwasser, Warenproben der Rosenöl Handelshäuser,authentische Aufnahmen und Urkunden von Rosenölhändlern u. a. m. Im Hof des Museums steht eine instand gesetzte alte Rosenöldestillation, die im Mai und Juni im Betrieb ist.
Die Besucher haben Gelegenheit. Rosen-, Minz- und Lavendelöl, verschiedene Ölrosenerzeugnisse wie Rosenlikör und -schnaps sowie Souvenirs zu kaufen, die mit der Lebensweise und Kultur der Rosenölhersteller zusammenhängen.
Alljährlich wird am ersten Juniwochenende in Kasanlak das traditionelle Fest der Rose gefeiert, das den Gästen unvergessliche Erinnerungen an die Schönheit, Fröhlichkeit und Gastfreundlichkeit der Bulgaren bietet.
Dr. KOSJO SAREW


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