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Flora im Strandsha-Gebirge

Die Flora im Strandsha-Gebirge ist sehr vielgestaltig und angenehm zum Anschauen.


Pflanzenwelt Флора

Meist sind es Laubwälder.
Die Pflanzenwelt vom Strandscha - Gebirge wird sowohl durch die kreuzwegartige biogeographische Lage, als auch durch das Relief und die paläontologische Geschichte des Gebirges beeinflusst. Die Pflanzenwelt im Gebirge zeichnet sich durch eine für Europa einzigartige Spezifik aus, die sich als ganzes auf das Biom der im Sommer grünen Laubwälder des gemäßigten Klimas bezieht. Dieses Biom ist auf dem Kontinent weit verbreitet, aber die Wälder im Strandscha – Gebirge zeichnen sich durch Edifikatoren und Dominanten der euxinischen und der subeuxinischen Flora und durch die relevante Anwesenheit solcher Floraelemente. In ihrem großen Teil haben die mesophilen Ostbuchenwälder einen ewig grünen Subwald aus Lorbeergebüsch, welches meistens aus Rhodopendron Ponticum besteht, was für die südeuxinische Pflanzenwelt in Westkaukasien, Kolchien und an der Schwarzmeerküste in Kleinasien typisch ist. Im europäischen Maßstab sind diese Wälder nur im Strandscha – Gebirge erhalten geblieben und sie stellen ein Subbiom dar, welches sich deutlich von den Laubwäldern im gemäßigten Klima unterscheidet.

Flora und Mycota

Was ist das für ein Pilz
Mit ihrer Lage auf einem biogeographischen Kreuzweg ist die Flora von Strandscha eine eigenartige Mischung von Floraelementen mit unterschiedlicher Herkunft und Verbreitung.
Außer der alten euxinischen Flora hat das Gebirge einige Arten der mediterranischen, mitteleuropäischen, euroasiatischen, pontisch-zentralasiatischen, atlantischen und balkanischen Gruppe der Floraelemente untergebracht. Im umwelt-biologischen Aspekt ist im Strandscha – Gebirge die große Vielfalt an Bäumen und Gebüschen eine Besonderheit, welche für die Gebirge typisch ist, und gleichzeitig die große Vielfalt an Therophyten, was für den trockenen und flachen Boden, das Mittelmeerklima und die Degradation der Pflanzenbedeckung wegen der Anthropogenaktivität typisch ist. Im Naturpark „Strandscha“ wurden 74 Moosarten festgestellt, zehn davon sind in Bulgarien nur im Strandscha –Gebirge verbreitet. 59 Arten davon gehören zu den Laubmoosen (Bryopsida) und fünfzehn – zu den Lebermoosen (Marchantiopsida). Im Roten Buch der europäischen Moose ist die Art (Metzgeria simplex) und in der Liste der seltenen Moosarten in Bulgarien sind dreizehn Arten eingeschlossen. Für zehn davon bietet Strandscha – Gebirge das einzige Zuhause im Land und für die anderen vier gibt es zwei Orte, wo sie anzutreffen sind. Hier kennt man etwa 1670 Arten farnartige, schachtelhalmartige Samenpflanzen, was 48 % ihrer Arthäufigkeit in Bulgarien entspricht. Die farmartigen werden durch 22 Arten und die schachtelhalmartigen durch fünf Arten vertreten. Von den Samenpflanzen sind am besten die Familien der Korbblütengewächse (Asteraceae) - 191 aus 62 Gattungen, (Роасеае) – 154 Arten aus 52 Gattungen und die Hülsenfrüchtler (Fabaceae) - 146 Arten aus 28 Gattungen. In Bezug auf die Mycota wurden die Großpilze im Park erforscht, aber die Ergebnisse sind ungenügend. Bis zum Zeitpunkt sind im Strandscha – Gebirge etwa 70 Arten Großpilze beschrieben und mit einigen Ausnahmen gehören die meisten davon zur Klasse Basidiomycetes. Die wertvollen essbaren Pilze sind etwa zwanzig Arten. Davon sind im Naturpark vierzehn Arten weit verbreitet. Die übrigen Arten wachsen vorwiegend nur an einem Ort. Von den im Park verbreiteten Pilzen sind dreizehn Arten gefährdet und selten in Europa. Nach der Bulgarischen roten Liste gelten drei Arten als „gefährdet“ und vier als „selten“. Nach der Berner Konvention sind folgende Arten als geschützt erklärt: der Kaiserling (Amanita caesarea), der Schwarzhütige Steinpilz (Boletus aereus, B.regius).

Relikte Pflanzen

Eiben wachsen überall.
Die günstigen Klimabedingungen während des Quartärs im Strandscha - Gebirge haben zur Aufbewahrung einiger der typischen für die Zeit des Tertiärs in Europa Floraarten. Diese relikten Arten haben sich nur an begrenzten Orten aufbewahrt, die eine große Fläche des Parkgebiets bedecken. Im Strandscha - Gebirge leben 64 relikte Arten, sieben davon sind europaweit nur im Strandscha – Gebirge erhalten. Einige dieser Arten sind relevant für die Preisbestimmung – Rhodopendron Ponticum, Daphne Ponticum, andere gehören zu den Arten mit größter Konservationsbedeutung - Kaukasische Heidelbeere (Vaccinium arctostaphylus) , Hartwiss' Eiche (Quercus hartwissiana), Kolchische Stechpalme (Ilex colchica), Niedriges Johanniskraut (Hypericum calycinum), Besenheide (Calluna vulgaris), Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salvifolius), Lorbeerkirsche / Kirschlorbeer (Laurocerasus officinalis), Europäische Eibe (auch Gemeine Eibe oder nur Eibe genannt )(Taxus baccata) und andere.

Endemische Pflanzen

Reichhaltige Pflanzenwelt
Die endemischen Pflanzen sind Pflanzen- oder Tierarten, die nur beschränkt in einer Region vorkommen. Sie werden in drei Untergruppen geteilt: die lokalen Endemiten – sie leben nur im Strandscha – Gebirge, die bulgarischen – leben nur in Bulgarien und die Balkanendemiten. Die Arten, die auch in Nachbarregionen existieren werden Subendemiten genannt. Von den pflanzlichen Endemiten kennt man 56 Arten. Der Endemismus ist relevant im europäischen Kontext, da die bulgarische Flora nach der Zahl der pflanzlichen Endemiten den vierten Platz besetzt. Lokal für das Strandscha – Gebirge sind die Endemiten Veronica turrilliana und Anthemis jordanovii, für die westliche Schwarzmeerküste - Silene caliacrae, und Aurinia uechtritziana. Die bulgarischen Endemiten sind durch sechs Arten und drei Unterarten vertreten – die bulgarische Birne (Pyrus eleagrifolia ssp. Bulgarica), Oenanthe millefolia, die bulgarischen Labkräuter (Galium bulgaricum), Veronica krumovii, Aurinia uechtritziana, eine Leinart (Linum tauricum ssp. Bulgaricum) und andere. Von den Balkanendemiten kommen 40 Arten und fünf Unterarten vor - Saponaria stranjensis, eine verwandte Art der Serpentin – Hauswurz (Sempervivum leucanthum), Iris suaveolens und andere.

Seltene und bedrohte Pflanzen

Vielfalt
Bestimmte Arten der Parkflora befinden sich an der Grenze ihres Verbreitungsareals und leben unter ungünstigen Existenzbedingungen, andere kommen nur beschränkt vor und dritte unterliegen einem starken Anthropogendruck. Unter den seltenen oder bedrohten Pflanzen sind 140 Arten und Unterarten als konservationsbedeutend bezeichnet. Vier Arten davon sind weltweit bedroht – z.B. die lokalen Endemiten, Veronica turrilliana und Anthemis jordanovii , andere elf Arten sind europaweit bedroht – der Wildbaum, Teucrium lamiifolium u.a., 113 Arten stehen im Roten Buch Bulgariens und sieben Arten sind selten für das Land. Viele der Arten kommen in Bulgarien nur in diesem Naturpark vor – die Reinholds Ragwurz (Ophrys reinholdii), Verbascum bugulifolium, das Syrische Gliedkraut (Sideritis syriaca) die Lorbeerblättige Zitrose (Cistus laurifolius) u.a. Die geschützten Pflanzen sind 75 Arten, in dem fünf davon auch nach der Berner Konvention geschützt sind - Cyclamen coum, die Strandscha –Heidelbeere, Orchis provincialis u.a. Die Populationen von 17 der Arten sind von einer europäischen oder Weltkonservationsbedeutung.

Heilpflanzen

Es gibt immer etwas zu entdecken
Über 500 Arten der Pflanzen im Naturpark „Strandschata“ haben eine heilende Wirkung und werden in der Volks- und der offiziellen Medizin angewendet. 60 davon haben einen großen Konservationswert und ihr Sammeln ist verboten oder streng geregelt. Zu dieser Gruppe zählen die meisten Orchideen, Paeonia peregrinа, die Primelgewächse (Primula acaulis), Glaucium flavum, Leucojum aestivum, Phyllitis scolopendrium u.a. Das Sammeln von Heilpflanzen im Naturpark wird nur für Zwecke und Mengen zugelassen, welche die Pflanzarten und deren Areale schonen.



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